Einen hohen Hocker brauche man, um zu träumen, lässt Jochen Gerz als Maxime für die Zukunft der Kunst verbreiten.
Menschen, so denken wir, wollen sich ihrer Träume erinnern, ohne die sie letztlich nicht lebensfähig sind. Freie, bildende Kunst muss staunend Wachheit erzeugen, selbst Träume in die Welt setzen und nicht nachlassen, Gesellschaften über Ihre Traumata aufzuklären. Mit ihren fortwährend sich erneuernden Impulsen, ihren Ideen und ihrer Sinnlichkeit soll Kunst als nicht zu unterschätzendes Ferment, erinnernd Zukunft entwerfen. In den von uns präsentierten Kunstwerken steckt ein oft entkräftender Prozess der Selbstaufklärung des Künstlers, der Künstlerin. Insofern wird der Betrachter, Käufer und Sammler solcher Kunst zum ideellen Teilhaber einer schöpferischen Lebenskraft. Gerne bemühen wir uns jener Maxime nachzueifern, die Vincent van Gogh seinem Bruder Theo, dem Kunsthändler, ins Notizbuch schrieb: Wisse, dass Du die gleiche Arbeit verrichtest wie der Maler, deren Bilder Du ausstellst und verkaufst: Du ermöglichst ihnen weiterzumachen.




