Der schlechte Ruf – La mauvaise réputation

Georges Brassens
Der schlechte Ruf – La mauvaise réputation
(dt. D. Kaiser alias Didier Casear)

Ich bild mir nichts ein, bin wie Gott mich schuf.
Im Dorf hab ich trotzdem ‘nen schlechten Ruf.
Ob ich mich anstreng‘ oder nicht,
ich gelte nur als Bösewicht.
Ich tue doch niemandem Schlimmes an,
geh ich meinen eignen Weg, als kleiner Mann.
Doch die braven Leut‘ mögen es nie,
geht man andere Wege als sie (bis).
Alle Welt schlecht über mich spricht,
Außer den Stummen, die sprechen nicht.

2. Am Nationaltag, dem großen Fest,
Bleib ich in meinem warmen Nest.
Die Blasmusik im Gleichschritt marschiert.
Das hat mich nie interessiert.
Ich tue doch niemandem Schlimmes an,
hör ich einfach nicht auf der Hörner Klang.
Doch die braven Leut mögen es nie,
geht man andere Wege als sie (bis).
Alle Welt zeigt erbost auf mich.
Außer den Armlosen, die zeigen nicht.

3. Einen glücklosen Dieb ich fand,
hinter dem ein Verfolger rannt‘.
Ich geb es zu, ich stellt‘ ihm ein Bein,
Der Verfolger fliegt ins Gras hinein.
Ich tue doch niemandem Schlimmes an,
wenn der Dieb mit Äpfeln entkommen kann.
Doch die braven Leut mögen es nie,
geht man andere Wege als sie (bis).
Alle Welt fällt über mich her.
Außer den Beinlosen, die springen nicht mehr.

4. Man muss nicht Jeremias sein,
um mir mein Los zu prophezeien.
Finden sie einen passenden Strick,
Legen sie ihn mir ums Genick.
Ich tue doch niemandem Schlimmes an,
Geh ich nicht nach Rom in den Vatikan.
Doch die braven Leut mögen es nie,
geht man andere Wege als sie (bis).
Mich hängen zu sehn wird alle Welt gehn.
Außer den Blinden, die können nicht sehn.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.