Problemski Hotel

Film nach dem Buch „Problemski Hotel“ von Dimitri Verhulst:

Problemski Hotel
On 27/12/2015 by Nicolas Gilson
Premiere oeuvre de fiction de Manu Riche, PROBLEMSKI HOTEL foudroie et enchante
tant il nous emporte dans le saisissant tourbillen de Ia realite de l’immigration en Belgique.
Adaptation du roman eponyme de Dimitri Verhul st, le film est d’autant plus admirable qu’il
permet d’acter de l’intemporalite d’un sujet aborde avec finesse. Intelligible sans perdre
une once de sa complexite, Ia realite des immigres (ou desormais migrants) est
apprehendee avec une sensibilite teile que le ressenti de chacun. sous le regard central
d’un protageniste amnesique. est habilement transcende. Offrant au film une tonalite
singuliere, oü le burlesque a rendez-vous avec l’effroi (le leur et le nötre). Manu Riche
signe un long-metrage litteralement surrealiste. Une claque. Une respiration aussi.

Au coeur de Bruxelles se tient un centre pour demandeurs d’asile, Ioge dans l’ancien siege
d’une grande banque. Un espace qui ne s’y prete que par Ia force des choses. Un espace
clos sur lui-meme et neanmoins ouvert sur le monde au sein duquel les refugies aimeraient
pouvoir evoluer librement ou rebendir vers d’autres cieux a l’in star de l’attractive cite
londonienne. Bipul (fascinant Tarek Halaby) y est notre guide, comme il devient celui de
nombreux de ses compagnons d’infortune. Depuis le temps qu’il est Ia, il connait par coeur
toutes les regles et les procedures. Maitrisant de nombreuses langues. et cherchant a en
apprendre d’autres. il est devenu un interprete dans toute Ia richesse du terme jusqu’a se
favonner une nouvelle identite qui en est depourvue. Amnesique. il ne sait pas d’oü il vient
et !’Etat beige ne peut des lors l’y reconduire. Une situation trouble tout a Ia fois absurde et
surrealiste tant elle raille les limites d’un systeme. Une amnesie qui ne serait peut-etre que
Ia metaphore de notre societe dont Ia memoire est elle-meme pour le moins trouble.
« You keep it going … You keep it going … >>
Ce systeme est au coeur du film. Fort de nous fondre au regard, distancie, de Bipul, Manu
Riche observe le « problemski hotel » et nous invite a en faire autant. S’il s’interesse au
devenir des demandeurs d’asile, il envisage egalement Ia realite. non moins
problematique, des hötes. Nous les decouvrons d’ailleurs dans une sequence
emblematique – un exercice de mise en situation – qui assoit Ia tonalite de l’approche,
nous conduisant a mettre en perspective notre grille de lecture. Une tonalite singuliere et
poetique, entre absurde et hyper-realisme.
D’emblee le realisateur met en place un climat qui tend a l’abstraction. nous plongeant au
coeur du Iabyrinthe que constitue l’espace qu’il nous propese de penetrer. Emploie-t-il ce
qui parait etre une voix-over emplie de lyrisme que le sens meme des mots s’epuise
lorsque l’enregistrement fait sens : decouvrons-nous Bipul recitant un poeme qu’il se meut
en effet en professeur d’anglais pour un membre du personnel du centre dont nous
decouvrons Ia fonction. Trompeuses. les impressions dictent pourtant le devenir de
nombreux.

La realisation tient de l’organique tant l’ecriture, Ia dynamique plurielle et evolutive du
cadrage, et le montage font corps. Les recits s’imbriquent parfaitement les uns dans les
autres a mesure que nous sommes tout a Ia fois hypnotises, etourdis et alarmes. La realite
des differents protagonistes est impressionnee par Manu Riche et revelee tantöt avec
delicatesse, tantöt avec une violence dont d’aucuns n’ont pas – ou plus – conscience.
Nombreuses sont les sequences qui impregnent nos sens, nous plar;ant dans une position
trouble oü nous sommes a Ia fois juge et partie. En somme, en Observant ceux que Ia
societe refuse le plus souvent de voir, nous faisons face a nous-memes.
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Der schlechte Ruf – La mauvaise réputation

Georges Brassens
Der schlechte Ruf – La mauvaise réputation
(dt. D. Kaiser alias Didier Casear)

Ich bild mir nichts ein, bin wie Gott mich schuf.
Im Dorf hab ich trotzdem ‘nen schlechten Ruf.
Ob ich mich anstreng‘ oder nicht,
ich gelte nur als Bösewicht.
Ich tue doch niemandem Schlimmes an,
geh ich meinen eignen Weg, als kleiner Mann.
Doch die braven Leut‘ mögen es nie,
geht man andere Wege als sie (bis).
Alle Welt schlecht über mich spricht,
Außer den Stummen, die sprechen nicht.

2. Am Nationaltag, dem großen Fest,
Bleib ich in meinem warmen Nest.
Die Blasmusik im Gleichschritt marschiert.
Das hat mich nie interessiert.
Ich tue doch niemandem Schlimmes an,
hör ich einfach nicht auf der Hörner Klang.
Doch die braven Leut mögen es nie,
geht man andere Wege als sie (bis).
Alle Welt zeigt erbost auf mich.
Außer den Armlosen, die zeigen nicht.

3. Einen glücklosen Dieb ich fand,
hinter dem ein Verfolger rannt‘.
Ich geb es zu, ich stellt‘ ihm ein Bein,
Der Verfolger fliegt ins Gras hinein.
Ich tue doch niemandem Schlimmes an,
wenn der Dieb mit Äpfeln entkommen kann.
Doch die braven Leut mögen es nie,
geht man andere Wege als sie (bis).
Alle Welt fällt über mich her.
Außer den Beinlosen, die springen nicht mehr.

4. Man muss nicht Jeremias sein,
um mir mein Los zu prophezeien.
Finden sie einen passenden Strick,
Legen sie ihn mir ums Genick.
Ich tue doch niemandem Schlimmes an,
Geh ich nicht nach Rom in den Vatikan.
Doch die braven Leut mögen es nie,
geht man andere Wege als sie (bis).
Mich hängen zu sehn wird alle Welt gehn.
Außer den Blinden, die können nicht sehn.

Das Letzte der letzen Geheimnisse

Auschwitz – das Geheimnis der Geheimnisse

Von Aleida Assmann * (Auszüge)

Auschwitz – mit diesem Namen einen Band über Geheimnis einzuleiten scheint uns angemessen, weil in diesem Namen eine Vielfalt von Geheimnis-Bedeutungen eingefaltet ist. …

  1. Ineffabile (Unaussprechlich)

„Das letzte der letzten Geheimnisse, weder zu begreifen, noch zu vermitteln“, hat Elie Wiesel den Holocaust genannt, und er insistierte: „die Toten besitzen ein Geheimnis, das wir, die Lebenden, weder aufdecken dürfen noch können.“(1)

In den sechziger Jahren hatte bereits Adorno, der noch nicht vom „Holocaust“, sondern von „Auschwitz“ sprach, dieses Ereignis allen Formen gedanklicher, sprachlicher und bildlicher Bemächtigung entzogen. Mit seinem berühmten Verdikt, nach Auschwitz könne man keine Gedichte mehr schreiben (2), erklärte er das Grauen, das in diesen Namen eingebrannt ist, zum Unnahbaren schlechthin. Im Zentrum seiner Negativen Dialektik stand der Bruch in und mit der Kontinuität von Geist, Metaphysik und Kultur, stand die radikale Absage an jegliche Form der Sinngebung des Sinnlosen: „Die somatische, sinnferne Schicht des Lebendigen ist Schauplatz des Leidens, das in den Lagern alles Beschwichtigende des Geistes und seiner Objektivation, der Kultur, ohne Trost verbrannte.“‚ Ein Verbrennen zieht das andere nach sich: die Nazis haben die Leiber verbrannt, das Leiden dieser Leiber hat die Kultur verbrannt. Der Exzess dieses Verbrechens „transzendiert Geschichte“, wie Wiesel es ausdrückt; er zerschlägt alle überkommenen Schemata psychischer Verarbeitung und kultureller Darstellbarkeit. Damit gewinnt es die Qualität der Einzigartigkeit und Unfasslichkeit, des „ineffabile“. Hinter der „Negativen Ästhetik“ zeichnen sich

Konturen einer „Negativen Theologie“ ab, die die Lücke, das Geheimnis zu ihrem Mittelpunkt macht.

  1. Tabu

In ihrem Roman weiter leben beschreibt Ruth Klüger (3) die Verfolgung und Vernichtung aus der Perspektive des unmittelbar betroffenen Kindes. Dieses hat nur sehr partiell teil an den Gesprächen der Erwachsenen, die darauf bedacht sind, das Kind von unkindlichen Themen abzuschirmen. Die Themen, die Erwachsene den Kindern vorenthalten, gewinnen für diese durch die Strategien der Verschweigung die Aura einer besonderen Faszination. Unter normalen Bedingungen ist das Thema, das Erwachsene Kindern vorzuenthalten pflegen, Sex; unter den Bedingungen des nationalsozialistischen Terrors in der jüdischen Familie in Wien war es der Tod. Klüger beginnt ihren Roman mit dem Geheimnis der Judenvernichtung als einem Tabuthema, „worüber die Erwachsenen

nur tuschelten“, und das von kindlichen Ohren ferngehalten wurde: Der Tod, nicht Sex war das Geheimnis, worüber die Erwachsenen tuschelten, wovon man gern mehr gehört hätte. Ich gab vor, nicht schlafen zu können, bettelte, dass man mich auf dem Sofa im Wohnzimmer (eigentlich sagten wir „Salon“) einschlafen ließ, schlief natürlich nicht ein, hatte den Kopf unter der Decke und hoffte, etwas von den Schreckensnachrichten aufzufangen, die man am Tisch zum besten gab. (4)

  1. Tarnung

Aber auch auf der Seite der Täter war Geheimhaltung im Spiele. Diese ist nur bedingt mit der militärischen Geheimhaltung zu vergleichen, die es auf strategische Überrumpelung und Überwindung eines Gegners abgesehen hat. Von Gegnern kann hier in keiner Weise die Rede sein, nur von Opfern, denen in schamloser Offenheit das Existenzrecht abgesprochen und die vor den Augen der Bevölkerung aus ihren Wohnungen vertrieben und aus ihren Städten deportiert wurden. Bei der Verfolgung des Ziels der massenweisen Ermordung von Bevölkerungsgruppen, die als feindlich oder minderwertig eingestuft waren, spielte neben der strategischen auch eine soziale Geheimhaltung eine Rolle. Darüber sollte und durfte nicht gesprochen werden, die an der Organisation des Verbrechens Beteiligten unterlagen strengsten Geheimhaltungsverpflichtungen. Die unmittelbaren Zeugen des Geschehens, die jüdischen Häftlinge der Sonderkommandos, die in den Krematorien arbeiten mussten, wurden nach jeweils drei Monaten in die Gaskammern geschickt. Die Orte, an denen die Verfahren

der Massentötung entwickelt und konkret wurden, lagen weit entfernt von Berlin, wo das Projekt der sogenannten „Endlösung“ in hybrider Abstraktion beschlossen wurde. Himmler selbst erklärte den Tätern, dass die von ihnen geforderten Taten in keine Annalen der Geschichtsschreibung eingehen würden.(5)

Das Wort „Konzentrationslager“ ist selbst, was wir ihm heute nur noch schwer abhören, ein Tarnungsbegriff, der ein bis dato undenkbares und unvorstellbares Verbrechen mit dem Schein der Normalität verhüllt. Dieses Geschehen sollte weder in menschliche Erinnerung noch in die Annalen der Geschichte eingehen, weshalb Vorkehrungen nicht nur der Tarnung und Geheimhaltung, sondern auch einer sorgfältigen Spurenvernichtung getroffen wurden. Hätten die Nazis ihr Werk zu Ende bringen können, hätten sie die Tatorte wieder in unverdächtige Landschaft zurückverwandelt, in Orte, an denen das sprichwörtliche Gras des Vergessens wächst.

  1. Kassiber

Das Wort Geheimnis hat im Zusammenhang mit Auschwitz noch eine weitere Bedeutung, an die das Titelbild dieses Bandes erinnern soll. Das Geheimnis des Titelbilds bedarf hier einer etwas ausführlicheren Erläuterung. Dargestellt ist die in einen Zahlencode übersetzte Botschaft eines Kassibers. Das Wort „Kassiber“ stammt aus dem Hebräischen und ist über die Gaunersprache, wo es

soviel wie „Brief“ bedeutet, in die deutsche Sprache eingegangen. Dort hat es die Bedeutung eines geheimen oder illegalen Schreibens angenommen. Solche Kassiber haben Häftlinge heimlich in Auschwitz ausgetauscht oder an Mitglieder von Widerstandsgruppen in der Außenwelt vermittelt. Die Abbildung zeigt einen Kassiber, in dem Häftlinge des Sonderkommandos Auschwitz-Birkenau

über ihren Aufstand berichten, die einzige von langer Hand vorbereitete und (in minimalem Umfang) bewaffnete Erhebung, die es unter den Häftlingen gegeben hat. Der Text des Schreibens lautet: 9. Oktober 1944. Am Sonnabend, den 7. sollte das beim Vergasen und Verbrennen beschäftigte Sonderkommando vergast werden. Zu diesem Vergasen kam es jedoch nicht, da die verzweifelten Häftlinge, als sie ihren unvermeidlichen Tod vor Augen sahen, sich auf die SS warfen, sechs von ihnen töteten und sich durch die Postenkette zwangen. Ungefähr zweihundert wurden während

der Verfolgung erschossen, etwa 500 haben sich gerettet. Eines der Krematorien wurde in Brand gesetzt. Ein abendliches, mit dem Luftangriff auf Schlesien zusammenhängendes Überfliegen durch Flugzeuge der Alliierten erschwerte die Verfolgung. Im Augenblick droht die SS öffentlich mit blutiger Vergeltung an allen Häftlingen, da sie es als unerhörtes Verbrechen ansieht, dass die unglücklichen Häftlinge es nicht erlauben, dass man sie vergast. Von der Tatsache wurde Berlin in einem besonderen Rapport benachrichtigt. (6) Zum Hintergrund dieser Geheimschrift noch einige Bemerkungen. Ein Aufstand war seit August in Vorbereitung, für den über längere Zeit hinweg Häftlinge aus einer Munitionsfabrik kleinste Mengen von Sprengstoff entwendet und angesammelt hatten. Als Anfang Oktober die „Aktion Höß“, die große Massentötung der ungarischen Juden abgeschlossen war, erwartete das zu dieser .Arbeit‘ abgestellte Sonderkommando jüdischer Häftlinge seine Ermordung. In dieser Situation wurde der geplante Aufstand vorzeitig entfesselt. Dabei

wurden ein Oberkapo und drei SS-Unterscharführer getötet sowie das Krematorium IV in Brand gesteckt und in die Luft gesprengt. Der Weg der fünfhundert geflohenen Häftlinge in die Freiheit endete nach wenigen Kilometern; sie verschanzten sich in einer Scheune, die von den Verfolgern angezündet wurde. Diesem Brand ist keiner entkommen. Die am Aufstand Beteiligten wurden

sofort erschossen, die Anführer erhängt. Die heimliche Widerstandsaktion wurde nicht nur mit Todesstrafe, sondern obendrein mit tribunalistischer Öffentlichkeit beantwortet. Primo Levi berichtet von einer solchen Hinrichtung, die unter erzwungener Öffentlichkeit standfand: Im vergangenen Monat ist in Birkenau eines der Krematorien in die Luft gesprengt worden. Seit ich im Lager bin, habe ich schon dreizehn öffentlichen Hinrichtungen durch den Strang beiwohnen müssen; aber die anderen Male ging es um gewöhnliche Verbrechen, Küchendiebstähle, Sabotage, Fluchtversuche. Heute geht es um etwas anderes. Im vergangenen Monat ist in Birkenau eines der Krematorien in die Luft

gesprengt worden. Keiner von uns weiß (und vielleicht wird es auch keiner jemals wissen), wie das Unternehmen im einzelnen durchgeführt wurde: es ist die Rede vom Sonderkommando, das den Gaskammern und den Öfen zugeteilt ist, das in periodischen Zeitabständen selbst vernichtet wird, und das man in strengster Absonderung vom übrigen Lager hält. Tatsache ist, dass in Birkenau einige hundert Menschen, wehrlose, schwache Sklaven wie wir, in sich selbst noch die Kraft gefunden haben zu handeln, die Frucht ihres Hasses zur Reife zu bringen. Dieser Mensch, der heute vor uns sterben wird, hat sich in irgendeiner Weise an der Revolte beteiligt. […] Heute wird er vor unseren Augen sterben: Und vielleicht werden die Deutschen nicht begreifen, dass ihm der einsame Tod, der Tod als Mensch, der ihm vorbehalten wurde, Ruhm und nicht Schande bringen wird. […] Am Fuße des Galgens sehen die SS-Leute teilnahmslos auf unsern Vorbeimarsch; ihr Werk ist vollbracht, es ist gut vollbracht. Nun können die Russen kommen: Es gibt keine starken Menschen mehr unter uns, der letzte hängt über unsern Köpfen, für die andern haben ein paar Stricke genügt. Die Russen können kommen: nur uns Gebändigte werden sie finden, uns Erloschene, die wir nunmehr den wehrlosen Tod verdienen, der auf uns wartet. Den Menschen zu vernichten ist fast ebenso schwer wie ihn zu schaffen: Es war nicht leicht, es ging auch nicht schnell, aber ihr Deutschen habt das fertiggebracht. Da sind wir nun, willfährig unter euern Augen. Von uns habt ihr nichts mehr zu fürchten. Keinen Akt der Auflehnung, kein Wort der Herausforderung, nicht einmal einen richtenden Blick. (7) Auch vier junge jüdische Frauen, die bei der Beschaffung des Sprengstoffs mitgeholfen hatten, wurden ausfindig gemacht. Unter ihnen war Rosa Robota, die unter dem Druck wochenlanger Folter keine weiteren Namen preisgegeben hat. Am 6. Januar 1945, nur drei Wochen vor der Befreiung des Lagers, wurde sie zusammen mit den anderen Frauen erhängt. Es war dies die letzte öffentliche Hinrichtung in Auschwitz. Es gibt keine Überlebenden des Aufstandes. Auch hier gelten die eingangs zitierten Worte Elie Wiesels: „Die Toten besitzen ein Geheimnis“, an das auch die Zeugen nicht herankommen (8) und das den Nachgeborenen verschlossen bleibt.

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* Aus: Archäologie der literarischen Kommunikation, V. Schleier und Schwelle, Band l, Geheimnis und Öffendichkeit, Herausgegeben von Aleida und Jan Assmann, in Verbindung mit Alois Hahn und Hans-Jürgen Lüsebrink, ISBN 3-7705-3096-9, © 1997 Wilhelm Fink Verlag, München

(Satzzeichen und Wörter nach neuer Rechtschreibung geändert).

Literatur:

Adorno, Th. W. (1966), Negative Dialektik, Frankfurt. Czech, D. (1989), Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945, Reinbek. Gutman, I. (1962), „Der Aufstand des Sonderkommandos“, in: H. G. Adler, Langbein, E. Lingens-Reimer, Auschwitz. Zeugnisse und Berichte, Frankfurt, 273-279. Heubuer, C, A. Meyer, J. Pieplow (1979), Lehenszeichen. Menschen in Auschwitz, Bornheim-Merten. Klüger, R. (1992), weiter leben, Göttingen. Langbein, H. (1980), … nicht wie die Schafe zur Schlachthank. Widerstand in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern, Frankfurt. Levi, P. (1991), Ist das ein Mensch? (1946), München. Wiesel, Elie (1979), „Die Trivialisierung des Holocaust: Halb Faktum und halb Fiktion“ (erstmals abgedruckt in The New York Times vom 16. 4. 1978) in: Märtesheimer, Frenzel, .Holocaust‘: Eine Nation ist betroffen, Frankfurt, 25-30. Einer dieser Zeugen ist Israel Gutman (1962). Vgl. auch H. Langbein (1980), 301-305, und D.Czech (1989), 897-900.

Anmerkungen:

1.) Elie Wiesel (1979), 30. 2 Dieses Verdikt hat Adorno teilweise wieder zurückgenommen: „Das perennierende Leiden hat so viel Recht auf Ausdruck wie der Gemarterte zu brüllen; darum mag es falsch gewesen sein, nach Auschwitz ließe kein Gedicht mehr sich schreiben.“ Wenige Seiten  später heißt es allerdings: „Alle Kultur nach Auschwitz, samt der dringlichen Kritik daran, ist Müll.“  2.)Theodor W. Adorno (1966), 353, 357,356. 3.) Klüger, R. (1992), weiter leben, Göttingen. 4.) Klüger, ebenda. 5.) Vgl. dazu in diesem Band den Beitrag von Helm Stierlin, besonders S. 196. 6.) C. Heubuer, A. Meyer, J. Pieplow (1979), 174. 7.) Primo Levi (1991), 177-179. 8.) Einer dieser Zeugen ist Israel Gutman (1962). Vgl. auch H. Langbein (1980), 301-305, und D.Czech (1989), 897-900.